sammlung dichter


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säulen der erinnerung:
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31. märz–31. mai 2017
1. juni 2017–
eva brunner-szabo  ·  richard schütz  ·  roland schütz
hiroko inoue  ·  arno schmid/hans jörg zauner  ·  wienstation
behruz heschmat  ·  jakob lediger/paul roza  ·  ernst logar
martina gasser/elizabeth mcglynn 
·  martin krenn  ·  wechselstrom
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wechselstrom
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bilder von der eröffnung                                                                                                                                        edith arlen wachtel      walter arlen      ernest dichter
 

säulen der erinnerung – pillars of memory
begegnung von kunst und zeitgeschichte im öffentlichen raum


„wir müssen die vergangenheit wieder herstellen und
die zukunft ermöglichen.“
(
jean-luc godard)

der öffentliche raum mit seinen denkmälern ist in einem gewissen sinn die räumliche zone des nicht-privaten, das gegenstück zum individuellen gedächtnis. während der öffentliche raum als medium für ein kollektives erinnern gesehen werden kann, in welchem denkmäler dem nicht-vergessen und dem bewusstsein gemeinsamer geschichte dienen, stellt das individuelle gedächtnis jene zone dar, in der individuell verarbeitete geschichte abgelegt werden kann. das berühren und hervorrufen individueller erinnerungen innerhalb des öffentlichen raumes ist daher, unabhängig vom inhalt, seiner form nach schon provokativ.

das temporäre kunstprojekt „säulen der erinnerung – pillars of memory“ will nicht vordergründig mahnen, gedenken oder provozieren, sondern einen prozess in gang setzen, der den öffentlichen raum zum medium für die auseinandersetzung mit geschichte macht. dies erfolgt auf zweifache weise. einerseits durch die temporäre acht–monatige umbenennung des yppenplatzes in "edith arlen wachtel und walter arlen piazza“ und andererseits durch
wechselnde von künstlerinnen gestaltete litfaßsäulen.

“es gibt nichts auf der welt, was so unsichtbar wäre wie denkmäler". (robert musil)

stellvertretend für alle opfer des nationalsozialismus stellt das kunstprojekt „säulen der erinnerung – pillars of memory“ die beiden aus ottakring stammenden jüdischen emigrantinnen edith arlen wachtel und walter arlen, enkel des begründers des warenhauses dichter in den mittelpunkt der arbeit und holt sie als lebendige erinnerungsbilder an den ort – den brunnenmarkt im 16.bezirk - wo sie ihre kindheit und jugend in den 1920/30er jahren verbrachten, zurück.

seit 2005 befasst sich „grundstein“ im zuge verschiedener ausstellungen mit der geschichte der familie und des warenhaus dichter, das sich bis 1938 im familienbesitz befand. als hommage an die aus wien vertriebene familie wurde 2006 die „sammlung dichter“ ins leben gerufen.
während der ausstellung „dichter herbst“ im oktober 2007 waren edith arlen wachtel und walter arlen in wien und es entstand eine sehr enge bindung zu vielen der teilnehmenden künstlerinnen.

künstlerInnen:
eva brunner szabo, martina gasser, behruz heschmat, hiroko inuoe, jakob lediger, ernst logar, martin krenn, elizabeth mcglynn, paul roza, arno schmid, richard schütz, roland schütz, wechselstrom (renate pittroff, christoph theiler), wienstation, hans jörg zauner

künstlerische leitung:
eva brunner szabo, richard schütz, roland schütz

idee und koordination:
heinrich schneider
roland
should we stay or should we go now
© roland schütz


plakat

mit unterstützung von:
ottakringer kulturfreunde           nationalfonds der republik österreich           wien kultur           bezirk ottakring           Falter          cyberlab.at