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Die Träume der Grenzwächter

Der verzauberte Wald von Kőszeg

Wenn man Ungarn bei Kőszeg verlässt, kommt man nach Rattersdorf (Rőtfalva). Ein auf Stelzen stehender, trauriger Wachturm bewacht die verlassene - heute zu einem dezenten Monument des sozialistischen Realismus gezähmte - mosaik-gekachelte Grenzübergangsstation.  Oft überqueren Ungarn und Österreicher die Grenze hier, die heute in Wahrheit gar nicht mehr existiert, die heute nicht mehr ist als eine leichte Behinderung, eine Stelle , an der man lediglich ein bisschen langsamer fahren muss. Die Grenzstation ist das meist abgenutzte Gebäude der  gesamten Umgebung: sowohl im Westen als auch im Osten empfängt uns liebliche Umgebung. Hier aber ist ein Niemandsland, der zurückgelassene Dreck des untergegangenen Sozialismus.

 

Ungarn umringt Rattersdorf – in der Zeit des Eisernen Vorhangs hätte man sagen können, dass Ungarn Rattersdorf sogar erwürgen will. Nach der im Vertrag von Trianon festgelegten Grenzziehung kam dieses Dorf nach Österreich, die Ausläufer der benachbarten Wälder und Hügel hingegen blieben ungarisches Territorium. Aus dem Rattersdorfer Winkel führte der einzige freie Ausgang jahrzehntelang über das benachbarte Dorf Liebing. So weit das Auge reichte, war es umgeben von einem verminten, später mit einer „elektronischen Alarmanlage“ geschützten Grenzgebiet. Ein wunderschöner – aber bis 1989 ein unzugänglicher Wald.

 

Nur ungarische Grenzwächter durften den Wald betreten und auch sie nur während des Dienstes. Die Grenzwache dürfte unendlich langweilig gewesen sein – viel länger und langweiliger als eine Schulstunde aus dem Fach „Kommunistische Weltsicht“. Und wie die Zeit in der Schule unter anderem auch mit dem Beschmieren und Gravieren der Bänke vertrieben wird – hat jemand schon eine Schulbank ohne ein eingraviertes, durchbohrtes Herz gesehen? – so erduldeten auch die metallgrauen, glattstämmigen Buchen des Kőszeger Mischlaubwaldes die uralte, zum Vertreib der Langeweile gedachte, Kreativität.

 

„Imre Márkus 2.II.1958”, „Fodor M. Ják”, „Évike”, „Troty (sic!) Pastor”, „Katinka, ich liebe dich!”, „Antal Borbolya, 1957-1959”, József Fejes 1970-73, Keszthely”, „der Pimmel von Lajos Nagy”, „324, 321, 309, 297, 271, 200, 156, 103…“ – und noch viele mehr in hunderten, tausenden Bäumen eingravierte Botschaften. Auf dem ersten Blick fallen diese Botschaften gar nicht auf. Es scheint, als ob man in einem normalen Wald spazieren ginge. Dann, wenn man die erste Gravierung bemerkt, sucht das Auge schon die zweite, dann die dritte und auf einmal beginnt die bisher unbewegliche Landschaft zu pulsieren und die grauen Stämme ziehen einen magnetisch an: Lies mich vor, entziffere mich auch!  Während das in die leblose Schulbank eingravierte durchgestochene Herz in seiner Originalgröße für die Nachwelt erhalten bleibt, wachsen und schwellen die in die lebendigen Bäume eingekerbten Zeichen über die Jahrzehnte mit dem Baum: „Svejk, der Schwule“ schwillt an, „Ich liebe dich, Mari“ geht auf, und mit ihr auch Mari selbst, in die Bernát gerade von hinten eindringt. Das am 15. August 1960 entstandene Werk trägt den Namen „Die Träume des Grenzwächters“ und hat schon ursprünglich den ganzen Baumstamm umschlungen. Nun, 50 Jahre später, sind die Gravierungen fingerdick geworden, das Stillleben wird erst sichtbar, wenn man eine Runde um den Baumstamm dreht. Aus einer bestimmten Perspektive erinnert die Komposition sogar mehr an einem Miró-Abstrakt. Die natürlichen Wunden des Baumes verschmelzen mit den künstlich-künstlerisch verursachten und es ist nicht mehr klar – vielleicht war es das auch nie – ob Maris Augen, oder Bernáts Pimmel tränt. Die Tropfen laufen am Baumstamm entlang bis zum Boden hinunter und bilden dort ein kleines Herz. Aus der kindisch-schulischen und obszönen Szene wird ein zu entzifferndes Rätsel, ein Zauber sogar.

 

Abstreiten kann man es wirklich nicht, dass die Mehrheit der Schnitzereien auf das Thema der Sexualität abzielt – aber auf was sonst in einer geschlossenen Männergesellschaft? Der Miró-ähnliche Abstrakt ist ein selten schönes Exemplar, aber nicht das einzige: die verschiedensten Stile wurden in diesem Wald ausgelebt. Der haarige Rhombus plus die harte Nudel plus das Blatt sind die Klassiker! Nicht selten ist auch der weibliche Akt, welcher zuweilen an ägyptische Hieroglyphen erinnert. Der Schöpfer von „Katinka, ich liebe dich“ ist ein geborener Karikaturist: Katinkas Frisur ist aus den 60ern, ihre Möpse aber recken sich bis heute keck aufrecht in den Himmel, ihre Hand ruht auf ihrer Hüfte, die sie ein bisschen vorstreckt, ihre Beine sind wie die Flossen einer Meerjungfrau, sie ist eine kesse Nixe. Ein wahres Kunstwerk. Natürlich gibt es auch welche, die sich eher auf das Wesentliche konzentrieren: den Darstellern der erotischen Szenen fehlen oft die Arme – wahrscheinlich waren sie für den Akt nicht so dringend notwendig, oder der Dienst ging einfach zu Ende. Andere Torsos sind vielleicht aus anderen Gründen unbeendet blieben: möglicherweise gelang der weibliche Körper beim nächsten Versuch schöner, womöglich wurde der Grenzpolizist von einem Alarm aus seiner Träumerei aufgeweckt. Und selbstverständlich gibt es auch schamhaftere Künstler, die den Mädels Höschen anziehen, den Jungen Kapperl aufsetzen oder sie eine qualmende Pfeife rauchen lassen. Der ganze Wald ist erfüllt von schwüler Erotik.

 

Aber auch von harter Qual. Das andere große Thema ist die Zeit: die unendlich schrecklich lange Zeit des Militärdienstes. Drei Jahre, dann zwei Jahre, dann beginnt das ewige Rückwärtszählen, die Zahl der Tage wird langsam, aber doch immer weniger. In manche Baumstämme ist der Stacheldraht eingewachsen.

 

Fred Misik fand sich bei einem Spaziergang im Rattersdorfer Wald plötzlich auf der Kőszeger Seite wieder und entdeckte die Bäume. Obwohl er kein Ungarisch spricht, kennt er die Geschichte der Grenze. Die eingravierten Figuren, Worte, Texte und Zeichnungen bezauberten ihn. Er begann eine fiebrige Dokumentationsarbeit und fotografierte zahllose Bäume. Neben der Fotografie entwickelte er neue Methoden, um die in die Bäume geschnitzte Vergangenheit zu verewigen. Er nimmt ein großes Blatt Papier, klebt es an den Baumstamm über die Schnitzerei und wischt mit einem in Farbe getunkten Schwamm drüber. Oder er presst eine große, nasse Tonplatte darauf, transportiert diese nach Hause und gießt sie mit Gips aus. Er verfertigt Todesmasken der Bäume – aber diesen Vergleich, füge bloß ich hinzu. Fred Misik würde sich nie im Leben in kunsthistorische oder geschichtliche Deutungen verwickeln – die Bäume liebkosend, rettet er „nur“ die Vergangenheit. Auf den ausgestellten Leinwänden und Abdrücken sieht man die Eingravierungen so, wie man sie in natura nie sehen könnte. Sie sind Abbilder einer untergegangenen, toten Welt. Einer eigenartigen Wendung des Schicksals haben wir es zu verdanken, dass ein österreichischer Künstler den verzauberten Wald von Kőszeg gefunden hat. Eigenartig, aber nicht einmalig, dass ein Österreicher die beschwerliche ungarische Erinnerung an den Eisernen Vorhang pflegt – schon das Jubiläum im Jahr 2006 hat man in Österreich würdevoller gefeiert als bei uns, in Ungarn...

 

Währenddessen wird der Wald - der auf der ungarischen Seite zum österreichisch-ungarischen Naturpark Írottkő  gehört, also zum Kőszeger Naturschutzgebiet - abgeholzt. Bei meinem letzten Besuch trafen wir auf eine solche Rodung, wo mehrere Dutzend Bäume schon gefällt waren, auf den Stämmen sah man aber noch, dass viele von ihnen „beschrieben“ waren. Der verzauberte Wald von Kőszeg – der ein Kulturerbe sein könnte, ein idealer Schulausflugsort für eine Geschichtsstunde über das 20. Jahrhundert -, wird möglicherweise in ein paar Jahren vernichtet sein, bevor wir Ungarn überhaupt noch die Chance gehabt haben, ihn zu entdecken. Wie schade!

 

The Dreams of the Border Guards - The Enchanted Woods of Kőszeg

Leaving Hungary you arrive in Rattersdorf (Rőtfalva). A watchtower on high stilts stands guard over a deserted border crossing station plastered with mosaics of ceramic tiles, a tamed and subtle monument of Socialist Realism. Hungarians and Austrians often cross this border which actually does not exist any more, the former barrier reduced to a minor road impediment where you only have to slow down a bit while driving by. The border station is the most dilapidated building in the whole area: east and west of it a lovely countryside embraces the visitor. But this is nomansland, the abandoned waste of long lost Socialism.

 

Hungary encircles Rattersdorf – during the times of the Iron Curtain one could have said, that Hungary was trying to choke it. According to the borderlines determined by the Treaty of Trianon the village was annexed to Austria while the surrounding hills and woods remained Hungarian territory. The only free way out of Rattersdorf´s corner was throught the neighbouring village of Liebing. As far as the eye could travel the whole area was part of a border corridor guarded by mines and an „electronic alarm system.“ Beautiful woods which till 1989 rmained completely inaccessible.

 

Only members of the Hungarian Border Guards were allowed to enter the wood, and even them only when on duty. The hours of guard duty must have been incredibly dull –  much longer and much more dull than any lesson in Communist Wold View at school. And like time in school, which is invariably killed by scrawling and carving messages on the benches – has anybody ever seen a school bench without an engraved pierced heart? – so the metal-grey and slick stems of the mighty beech trees of the enchanted woods around Köszeg had to endure this age old form of creativity, this remedy of boredom.

 

„Imre Márkus 2.II.1958”, „Fodor M. Ják”, „Évike”, „Idiod (sic!) Pastor”, „Katinka,I love you!”, „Antal Borbolya, 1957-1959”, József Fejes 1970-73, Keszthely”, „the dick of Lajos Nagy”, „324, 321, 309, 297, 271, 200, 156, 103…“ – and hundreds of other engraved messages left behind in thousands of trees. On first sight the messages do not register, it is as if one was wandering through a normal forest. But once you have discovered the first engraving, the eye starts to look for the second, the third and all of a sudden the once immobile landscape starts to pulsate and the grey stems magnetically draw you towards them: Read me aloud! Decipher me as well! While the pierced heart engraved into the lifeless school bench retains its original form for all posterity, the messages carved into the bark of the living and growing trees grow with the trees over decades.

 

 „Svejk, the poofter“ swellls up, „I love you, Mari“ rises, and so does Mari herself into whom Bernát is forever entering from behind. This opus - dated 15 August 1960 – carrying the title „The Dreams of the Border Guards“  has been winding around the whole stem since the day of its creation, but now, 50 years later the carved lines have become thicker than a finger, the still-life only becomes discernible if you walk around the whole tree. From a certain perspective the whole creation resembles an abstract Miró. The natural wounds of the tree merge with the artficial ones and it is no loger clear – and perhaps never was – if the drops which rund down the stem to form a heart at the bottom of the tree fall from Mari´s eyes or from Bernáts dick. This scene, itself a mixture of juvenile schooltime fantasy and obcenity, turns into an enigma that waits to be unravelled, into a spell cast upon these entchanted woods.

 

The majority of the engravings undeniably focuses on sexual topics – but what else could they focus on in in a rigidly closed male community? The Miró like abstract is a work of rare beauty, but it was by far not the only style to be tried and tested in these woods. The hairy rhomboid combined with the rigid staff or the leaf, they all belong to the classic symbols of this genre, such as the female nude which here sometimes resembles an Egyptian hieroglyph. The creator of „Katinka, I love you“ is a born carricaturist. Katinka´s coiffure is from the 1960s but her tits are forever pointing recklessly upwards, her hand rests on her coquettishly extended hip and her feet are like the finns of a mermaid. All in all, she is a perky nix. A real work of art. Many of the engravings are of course reduced to the mere essentials. The protagonist lack arms or legs – things which were not essential to the depiction of the act itsef, or which just did not get completed because guard duty was over. Some may have remained unfinished because the torso came out much more nicer the second time aound, or maybe just because the reveries were interrupted by one of the not so infrequent alarms. Some artist bashfully dressed their girls in nickers and put caps on the boy´s heads or had them smoke a pipe. The whole wood is fogged in erotic steams.

 

But there is also suffering. The other big topic it time: the endless and and horribly long time of military service. First Tthree years, then two years, then a steady counting backwards of days which slowly but steadily become less and less. In some of the trees the barbed wire has become totally ingrown.

 

Fred Misik discovered the tres years ago, when while strolling through the Rattersdorf woods he suddenly found himself on the Köszeg side of the border. And although he does not speak Hungarian, he recognised the stories of the border, of the engraved trees, whose words, texts and drawings enchanted him. Like in a feaver he started to document the trees, fotographing thousands of them. Apart from taking snapshots he develloped new ways of saving the engravings for eternity. Taking a large sheet of paper tacked to the tree he starts to swab it with a sponge drenched in powdered paint. Or he takes a large slab of clay which he presses against the tree and thus takes the imprint back to his workshop in order to produce a gipsum cast of the stem. He literally takes death-masks of the trees – but this is a metaphor only I am employing. Fred Misik would never verture into the field of art history of historical interpretation. Caressing his trees, he „only“ tries to save a local heritage, a past.

 

On the exhibited canvasses and masks the spectator sees the engravings in a way in which they can never be viewed in nature. They are depictions of a lost world, a world long dead and gone. It was a strange twist of fate that an Austrian artist should discover the entchanted woods of Köszeg. It is strange but not altogether unique, that an Austria should try to preserve the troublesome Hungarian memory of the Iron Curtain – even its jubilee in 2006 was celebrated by Austria in a much more dignified way than in Hungary.

 

All the while the woods on the Hungarian side - although they lie within the Austro-Hungarian Nature Reserve Írottkő/Geschriebenstein and the Köszeg National Park – are being continuously felled. During my last visit we stumbled upon such a clearing , where dozens of trees were already cut down but the carvings on their stems were still clearly visible. The entchanted woods of Köszeg – in itself a cultural heritage of its own kind and an ideal destination for a schooltrip and a lesson in 20th century history - might in a few years be completely destroyed, before most Hungarians even have had the chance to discovered them. What a pity!

 

A hőr álmai - A kőszegi elvarázsolt erdő

Ha Kőszegnél elhagyjuk az országot, Rattersdorfba (Rőtfalvába) érkezünk. A kihalt, immár decens szocreállá szelídült mozaikos burkolatú határátkelőhelyet gólyalábon álló bánatos magasles őrzi. A határt sűrűn szelik át osztrákok, magyarok, hiszen valójában már nincs is, egyszerű akadály, ahol egy cseppet lassítani kell. A határőrállomás a leglepukkantabb hely közel s távol: nyugatra is, keletre is takarosabb világok fogadnak. A senki földje, a letűnt szocializmus itt maradt piszka.

 

Rattersdorfot körülöleli Magyarország - a vasfüggöny idején úgy is mondhattuk volna, hogy fojtogatja. A trianoni határmeghúzás során ez a falu Ausztriához került, a környező erdők-dombok déli nyúlványai azonban magyar területek maradtak. A rattersdorfiak kis ficakjából szabad kijárás évtizedeken át csak a szomszédos Liebing felé vezetett. Amíg a szem ellát, aknásított, később „elektronikus jelzőrendszerrel" védett határsáv volt ez mindenütt. Gyönyörű erdő - 1989-ig megközelíthetetlen erdő.

 

Ebbe az erdőbe csak magyar határőrök léphettek be, s ők is csak szolgálatban. Piszkosul unalmas lehetett az őrszolgálat - sokkal hosszabb és unalmasabb, mint egy világnézet óra. S ahogy az iskolában a padok vésésével lehetett elcsapni az időt - látott valaki olyan iskolapadot, amibe nem volt belevés­ve legalább egy átlőtt szív? -, úgy a kőszegi vegyes lombozatú erdő fémszürke, sima törzsű bükkfái tűrték évtizedeken át az ősi unaloműző kreativitást.

 

„Márkus Imre 1958. II. 2.", „Troty (sic!) lelkész", „Katinka, szeretlek!", „Nagy Lajos töke", „324, 321, 309, 297, 271, 200, 156, 103..." - és még több száz, több ezer fába vésett üzenet. Első pillantásra fel sem tűnik aztán, amikor megpillantjuk az elsőt, keresni kezdi a szemünk a másodikat, a harmadikat, és akkor egyszer csak pulzálni kezd az addig mozdulatlan táj, és a szürke törzsek mint mágnes vonzanak: engem is olvass el, engem is betűzz ki! S míg az élettelen padba vésett átlőtt szív a maga méreteiben marad fenn az örökkévalóságnak, az élő fába rovott jelek az évtizedek alatt a fával nőnek-dagadnak: dagad „Svejk, a buzi", dagad a „Szeretlek, Mari" s vele Mari is, akibe, mi tagadás, Bernát épp hátulról hatol bele. A „Hőr álmai" címet viselő, 1960. augusztus 15-i alkotás már új korában is körbefonta az egész fatörzset. Most, ötven év elteltével a rovások jó ujjnyira szélesedtek, az élőkép csak körbejárással rajzolódik ki, egy-egy profilból inkább Miró-szerű absztrakt, a fa természetes sebei összeolvadnak az okozottakkal, s nem egyértelmű immár, hogy Mari szeméből vagy Bernát fütyköséből erednek a cseppek, melyek a fa alján már szívecskét formáznak. A kisiskolás színvonalú obszcén jelenetből így lesz kibetűzendő rejtvény, varázslat.

 

Nincs mit tagadni, a vésetek többsége a nemiség témáját veszi célba - mi mást is venne egy zárt férfiközösségben? A mirói absztrakt ritka szép példány, de nem az egyetlen: tombolnak itt a stílusok. A szőrös rombusz+álló nudli+levél à classic, de nem ritka az egyiptomi hieroglifákra emlékeztető női akt sem. A „Katinka, szeretlek" alkotója pedig született karikaturista: Katinka frizurája a hatvanas évekből való, didije máig hetykén égnek áll, csípőjén egyik keze, csípőjét enyhén elfordítja és kissé kidugja, lába mint a sellő uszonya, kacér hableány. Igazi műalkotás. Vannak persze lényegre törőbb megfogalmazások is: az erotikus jelenet szereplőinek a keze hiányzik - erre nyilván az aktushoz nem volt égető szükség, de az is lehet, hogy épp lejárt az őrszolgálat. Vagy olyan torzók, melyek szintén befejezetlenül maradtak: talán formásabb lett az asszonyi test a következő próbálkozásra, talán riasztás zavarta meg a hőr álmodozását. És vannak persze szemérmesebb alkotók is, akik helyre bugyikát rittyentettek a lányalakra, sapkát a fiúra vagy szájába füstölgő pipát. Az egész erdő fülledt erotika.

 

És az egész erdő rideg kínlódás is. A másik nagy téma a testiség mellett az idő: a katonai szolgálat brutálisan hosszú ideje. Három év, később két év, aztán a sok-sok visszaszámlálás, napok számai csökkenő sorrendben. Néhány fa törzsébe belenőtt a szögesdrót.

 

Fred Misik a rattersdorfi erdőben sétálva észrevétlen átkerült a kőszegi oldalra és felfedezte a fákat. Noha magyarul nem tud, a határ történetét ismeri, s a fába vésett ábrák elbűvölték. Lázas dokumentációba kezdett, több száz fát lefotózott. Feltámadt a Vasfüggöny emlékezete, és rabul ejtette Fredit. A fotók mellett új módszereket dolgozott ki a fába vésett múlt megörökítésére. Fog egy nagy papírlapot, a fára ragasztja, és egy fekete festékbe mártott szivaccsal átsatírozza az ábrát. Mint Veronika kendője, úgy tűnik elő a fa arca. Aztán nagy, nedves agyaglapot simít a kéregre, a lapot óvatosan kisimítja és hazaszállítja, otthon megszárítja, és gipsszel kiönti. A fák halotti maszkját készíti el - de ezt, akár a lepel-hasonlatot, csupán én teszem hozzá. Fred Misik nem interpretál - ő dokumentál. A kisimított lepleken, maszkokon úgy látjuk a véseteket, mint élőben soha, képmásai lesznek egy letűnt, halott világnak. Fura fintora a sorsnak, hogy egy osztrák művész talált rá a kőszegi elvarázsolt erdőre. Fura, de nem egyedi, hogy egy osztrák ápolja a Vasfüggöny keserves magyar emlékezetét - a 2006-os jubileumi évet is méltóbban ünnepelték meg Ausztriában, mint Magyarországon... Kőszegen ugyan ki van épp állítva néhány fotó, lepel és maszk, de nem állíthatnám, hogy tolonganak oda a múzeumlátogatók.

 

Mindeközben az erdőben, az osztrák-magyar Írottkő Natúrpark magyar oldalán, amely a Kőszegi Tájvédelmi Körzethez tartozik, folyik a fakitermelés. Ottjártamkor egy olyan irtásra keveredtünk, ahol több tucat fát már kivágtak, a rönkökön még látszott, hogy sok közülük maga is „írott" volt. A kőszegi elvarázsolt erdő - amely akár kulturális örökség, akár egy rendhagyó XX. századi történelemóra tanösvénye is lehetne, meglehet, hónapokon belül úgy pusztul el, hogy mi, magyarok még igazán fel sem fedeztük. Sehr shade.

 






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